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Lymphödem

Was ist ein Lymphödem?

Das Lymphsystem ist ein feines Gefässnetz, das Gewebeflüssigkeit (Lymphe) abtransportiert und über die Lymphknoten filtert.

Beim Lymphödem ist dieser Abtransport gestört. Dadurch sammelt sich Flüssigkeit im Gewebe an, meist an Armen oder Beinen. Es entsteht eine typische, oft teigige Schwellung, die anfangs meist nicht schmerzhaft ist.

Man unterscheidet:

  • Primäres Lymphödem: angeborene Fehlanlage der Lymphgefässe
  • Sekundäres Lymphödem: erworben, z. B. nach Operationen, Lymphknotenentfernung (häufig bei Tumorerkrankungen), Infektionen (Erysipel) oder Verletzungen

Ein Lymphödem kann auch zeitverzögert auftreten, teilweise erst Monate oder Jahre nach einem Eingriff oder einer Verletzung.

Typische Beschwerden

  • Schwellung von Arm oder Bein
  • Spannungsgefühl
  • Hautveränderungen im Verlauf

Behandlung

Die Behandlung basiert auf der sogenannten komplexen physikalischen Entstauungstherapie:

  • manuelle Lymphdrainage
  • Kompressionsbandagen oder Kompressionsstrümpfe
  • Bewegung

Eine frühzeitige und konsequente Behandlung ist wichtig, um dauerhafte Gewebeveränderungen zu verhindern.

In ausgewählten Fällen können mikrochirurgische Verfahren (z. B. lymphovenöse Anastomosen oder Lymphknotentransplantation) erwogen werden.

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