Was ist eine Thrombose?Eine Thrombose ist ein Blutgerinnsel in einer Vene, meist im Bein oder Becken. Dadurch wird der Blutfluss behindert. Häufig entsteht sie bei längerer Immobilität (z. B. Reisen, Bettlägerigkeit), nach Operationen oder bei erhöhter Gerinnungsneigung. Oft lässt sich jedoch kein klarer Auslöser finden.
Typische Beschwerden
- Schmerzen in der Wade oder im Bein
- Schwellung
- Spannungsgefühl
- Überwärmung
Wenn sich ein Gerinnsel löst und in die Lunge gelangt (Lungenembolie), kann es zu Atemnot und Brustschmerzen kommen. Dies ist ein Notfall.
Risikofaktoren
- längeres Sitzen oder Bewegungsmangel
- Operationen oder Verletzungen
- hormonelle Einflüsse (z. B. Pille, Schwangerschaft)
- Krebserkrankungen
- familiäre Veranlagung
Diagnose
Die wichtigste Untersuchung ist der Ultraschall der Bein- und Beckenvenen. Damit kann eine Thrombose zuverlässig festgestellt oder ausgeschlossen werden. In bestimmten Fällen ergänzt eine Blutuntersuchung die Abklärung.
Behandlung
Eine Thrombose muss immer behandelt werden.
Blutverdünnung (Antikoagulation)
In der Regel erfolgt eine Therapie mit blutverdünnenden Medikamenten für mindestens 3 Monate. Diese verhindert ein Fortschreiten der Thrombose und das Risiko einer Lungenembolie. Das Gerinnsel wird vom Körper im Verlauf selbst abgebaut.
Kompressionsstrümpfe
Sie lindern Beschwerden, unterstützen den venösen Rückfluss und wirken sich positiv auf den Heilungsverlauf aus.
Langzeitverlauf
Die Venen können durch die Thrombose dauerhaft geschädigt werden. Dies kann später zu chronischen Beschwerden wie Schwellung oder Schweregefühl führen. Eine konsequente Behandlung reduziert dieses Risiko.
Wichtiger Hinweis
Bei Verdacht auf eine Thrombose oder bei Symptomen wie plötzlicher Beinschwellung oder Atemnot sollte rasch eine ärztliche Abklärung erfolgen.